World Wide Web

Teil 1 von 2

Schließlich verhalfen das World Wide Web (WWW) und seine einfach zu bedienende grafische Benutzerschnittstelle, der Browser, dem Internet zu seinem endgültigen Erfolg und der weltweiten Verbreitung. Die Tatsache, dass der Browser in der Lage ist, nicht nur Webseiten anzufordern und darzustellen, sondern auch als integrative Schnittstelle den Zugriff auf viele verschiedenartige Internetdienste wie E-Mail oder Filetransfer zu vereinen, vereinfachte die Nutzung des neuen Mediums derart, dass es sich zum alles verändernden Massenkommunikationsmittel entwickeln konnte. Grundlage des World Wide Web ist die Vernetzung von Einzeldokumenten über so genannte Hyperlinks. Ein Hyperlink ist dabei nichts anderes, als der explizite Verweis auf ein anderes Dokument im Web bzw. auf eine andere Stelle innerhalb des selben Dokuments. Solange es sich dabei um textbasierte Dokumente handelt, spricht man von untereinander vernetzten Hypertext-Dokumenten. 1989 formulierte Tim Berners Lee (*1955) im Schweizer Kernforschungsinstitut CERN einen Vorschlag ”Information Management: A Proposal“, in dem er ein verteiltes Hypertext-basiertes Dokumenten-Managementsystem vorschlug, mit dem Dokumentation und Forschungsdaten, die im CERN in riesigen Mengen anfielen, verwaltet werden sollten. Im Folgejahr erhielt er grünes Licht,um seine Idee zusammen mit Robert Cailliau (*1947) auf einem NeXT-Computersystem in die Tat umzusetzen. Bereits im November 1990 dann war der erste WWW-Server lauffähig, dem Tim Berners Lee den Namen WorldWideWeb gab. Im März 1991 war der erste WWW-Browser fertiggestellt.

This NeXT workstation (a NeXTcube) was used by Tim Berners-Lee as the first Web server on the World Wide Web (Quelle: Wikipedia, Coolcaesar)

Im September 1991, besuchte der amerikanische Physiker Paul Kunz vom Stanford Linear Acceleration Center (SLAC) das CERN und lernte dort das WWW kennen. Begeistert von der Idee nahm er eine Kopie des Programmes mit zurück und schon im Dezember 1991 ging der erste WWW-Server außerhalb des CERN am SLAC ans Netz. Der Aufbau neuer Server oblag hauptsächlich der Eigeninitiative von Universitätsangehörigen. Während 1992 gerade einmal 26 WWW-Server existierten, hatte sich bis Anfang 1993 die Zahl der weltweit betriebenen WWW-Server auf fast 50 Stück verdoppelt.

[wird fortgesetzt...]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>