Ausgehend von einem 24 Bit langen Initialisierungsvektor (IV) wird im WEP-Verfahren zunächst ein 40 Bit bzw. 104 Bit langer, geheimer Schlüssel generiert. Der Standard selbst nimmt keine Stellung zum Problem des Schlüsselmanagements. Es wird darin nur davon ausgegangen, dass AP und teilnehmende Rechner denselben Schlüssel verwenden, der über das Key-ID Feld im WEP-Datenpaket spezifiziert wird. Mit Hilfe des
RC4 Algorithmus wird aus dem geheimen Schlüssel ein unendlicher, pseudozufälliger Schlüsselstrom erzeugt (WEP PRNG). Bevor die Daten verschlüsselt übertragen weren, wird ein Prüfsummenverfahren durchgeführt, das eine CRC-32 Prüfsumme (Integrity Check Value, ICV) an die zu versendende Klartextinformation anhängt und die Daten vor unautorisierter Manipulation sichern soll. Schlüsselstrom und zu versendende Daten werden dann über eine XOR-Operation miteinander verknüpft und als verschlüsselte Daten zusammen mit dem IV versendet.
Die Nutzer eines WLANs sollten unterschiedliche IVs verwenden, damit die dadurch erzeugten, verschlüsselten Datenpakete nicht immer mit demselben Schlüsselstrom generiert werden. Zuerst wird der IV im Klartext übertragen, gefolgt vom verschlüsselten Datenstrom. Der Empfänger kann aus dem IV und seinem bekannten Schlüssel den zum Verschlüsseln verwendeten Schlüsselstrom erzeugen und durch einfache Anwendung der XOR-Verknüpfung die ursprüngliche, unverschlüsselte Klartextinformation zurückgewinnen.